Schüler fragen nach – was macht Herr Ackermann während der Quarantäne?

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Schüler und Lehrer während der Quarantäne – King Acki I. beantwortet Fragen zu seinem Alltag:

Der Elch fragt, der Elch bekommt. Allerdings gibt es von mir keine Bilder von langen Spaziergängen oder meinen neusten kulinarischen Kreationen – auch wenn ich beides ausgiebig mache bzw. ausprobiere.

Stattdessen habe ich meine 9d gebeten, mir Fragen zu stellen. Auch wenn ich versprochen habe, alle zu beantworten, habe ich die persönlichsten und peinlichsten selbstverständlich aussortiert. Im Folgenden findet ihr nun das Interview zwischen mir und meiner Klasse. Kleiner Spoiler, die brennendsten Fragen der Schüler kommen gleich zu Beginn:

Frage: Wann stehen Sie auf?

Zum Glück muss ich mich momentan nicht mehr um sechs Uhr morgens aus dem Bett quälen. Einer der wenigen positiven Effekte, die sich durch Corona momentan auf mein Leben auswirken. Obwohl ich mir keinen Wecker stelle, wache ich meistens zwischen 7:30-8:00 Uhr auf.

Frage: Herr Ackermann, wann gehen Sie ins Bett?

Habe ich gerade gesagt, dass länger Schlafen ein positiver Nebeneffekt ist? Dann ist später ins Bett gehen noch einer! Allerdings bin ich hier ebenfalls nicht extrem, d.h. ich gehe zwischen 23-24 Uhr schlafen.

Frage: Wie sieht ihr Alltag aus? Treffen Sie sich auch mit anderen Lehrern telefonisch?

Mein Alltag hat sich natürlich gehörig geändert. Keine Schule, keine Kinder, keine Kollegen, fast keine Unternehmungen mit Freunden am Abend oder am Wochenende. Ich habe trotz allem eine feste Struktur: Stunden vorbereiten, organisieren, „Teams Meetings“ abhalten, und Korrigieren. Ich bin mehr als sonst am Handy und halte über Whatsapp und Telefongespräche den Kontakt zu Freunden und Familie. Außerdem gehe ich mit einem guten Freund regelmäßig joggen, das hilft beim Abschalten!

Außerdem rede bzw. videochatte ich immer wieder mit einigen meiner Kollegen. Vor allem mit Herr Boerschig, Herr Lemmer und Herr Luib tausche ich mich immer gerne aus.

Frage: Müssen Sie für jemanden einkaufen gehen oder sich um jemanden kümmern?

Da meine Eltern in der Nähe wohnen und zur Riskogruppe gehören. habe ich ab Mitte März begonnen für Sie einzukaufen und sonstige Erledigungen zu übernehmen. Ich glaube, so oft wie im vergangenen Monat war ich noch nie im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder in der Apotheke. Aber versteht mich nicht falsch, ich mache das sehr gerne und freue mich, dass ich helfen kann.

Frage: Was vermissen Sie am meisten vom normalen Alltag und wie geht es Ihnen mit der jetzigen Situation?

Es hört sich vielleicht komisch an, aber am meisten vermisse ich den Alltag. Das bedeutet die feste Struktur, die jetzt einfach anders ist. Ich vermisse es, morgens in die Schule zu fahren und, manchmal auch erschöpft, nach Hause zu kommen. Ich vermisse es aber genauso, meine engsten Freunde zu sehen. Ich vermisse es auch, ungezwungen durch die Stadt zu laufen, in eine Bar oder ins Restaurant zu gehen und ohne Hintergedanken an Corona unter vielen Leuten zu sein!

Frage: Was ist Ihre persönliche Meinung zu den Maßnahmen gegen Corona?

Von Anfang an war ich der Meinung, dass man Covid-19 nicht unterschätzen darf. Aufgrund von Erfahrungen, die man in anderen Ländern wie Italien oder China gemacht hat, wurden die ersten Maßnahmen im März meiner Meinung nach schon fast zu spät umgesetzt. Momentan bin ich aber zufrieden wie die Politik dieser enormen Herausforderung begegnet! Auch die Maskenpflicht, die ja wie es aussieht ab dem 27. April kommt, finde ich nur logisch und fühle mich dadurch einfach sicherer.

Frage: Was ist das Erste was sie nach der Quarantäne machen wollen?

Die wichtigsten Personen, die ich im Moment nicht sehen kann, wieder sehen! Nicht am Bildschirm, sondern „in echt“.

Von Herr Ackermann

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