Interview mit Herr Pflugfelder

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Vor einiger Zeit haben sich zwei Redakteure unserer Schülerzeitung auf den Weg zu Herr Pflugfelder gemacht, um ihn zu interviewen und einen Einblick in seinen neuen Alltag zu bekommen.

Wie hat sich ihr Alltag seit Beginn der Rente verändert?

Der Alltag hat sich sehr verändert, denn ich muss zum Beispiel nicht mehr morgens um halb 6 aufstehen, weil ich um 7 Uhr an der Schule sein wollte.

Jetzt kann ich bis 7 oder halb 8 ausschlafen und dann gemütlich Zeitung lesen und Kaffee trinken.

Was hat ihnen am meisten an ihrem Beruf gefallen?

Der Kontakt mit meist immer netten Schülern, und diese Schule habe ich auch immer sehr nett und interessiert erlebt.

Mir stand auch nach meinem Studium die Wahl, ob ich mich auf irgendein Gebiet spezialisiere oder ob ich in den Schulbetrieb gehe. Die Schule hat mich dann mehr gereizt, da man nicht nur ein Fachgebiet hat, sondern viele verschiedenen Themen aufgreift.

Wie lange waren sie am SGH?

Ich war 19 Jahre am SGH. Ich war vorher lange in Vaihingen an einer Schule und danach 5 Jahre in Namibia mit meiner ganzen Familie, wo ich an einer deutschen Schule unterrichtet habe. Im Jahr 2000 bin ich dann ans SGH gekommen.

Was waren ihre Lieblingsfächer?

Mein Lieblings Fach war die Biologie und als ich selber Schüler war, hatte ich einen Lehrer, der hieß ‚Herr Glück‘ und der hatte sehr viel Spaß an der Biologie und hat es auch mit viel Interesse und wissen uns erklärt. Und ohne Herr Glück wüsste ich jetzt nicht so genau, ob ich Lehrer in Biologie geworden wäre.

Was war ihr Lieblingsort am SGH?

Die Biovorbereitung; dort konnte man ihn Ruhe alles Vorbereiten und hat hin und wieder ein paar nette Kollegen getroffen, es war entspannter als im Lehrerzimmer.

Wie würden sie die Zeit am SGH in drei Worten beschreiben?

  1. herausfordernd
  2. schön
  3. nie langweilig

Mit welchem Gefühl haben sie die Schule verlassen?

Mit einem guten Gefühl. Es klingt ein bisschen abgedroschen, wenn man sagt „alles hat seine Zeit“, aber ich war sehr gerne und lang Lehrer und irgendwann ist auch mal gut.

In der Zeit, wo ich Lehrer war, hat sich viel verändert und zu schaffen gemacht haben mir besonders die vielen Vorschriften, die es vorwiegend jetzt zum Ende hin gab, und die den Lehrer auch eingeengt haben. Denn mir hat es besonders Spaß gemacht, zu experimentieren, und durch die vielen Sicherheitsvorkehrungen und die Sachen, auf die man achten musste, hat es nicht mehr ganz so viel Spaß gemacht. Das fand ich aber auch sehr schade.

Sie waren ein sehr beliebter Lehrer am SGH, wie haben sie das geschafft?

Es war mir immer wichtig, nicht auf der autoritären, sondern auf einer kommunikativen Ebene zu unterrichten und die Schüler haben es gemocht, wenn man offen und ehrlich mit ihnen umgeht.

Haben sie noch Kontakt zu ehemaligen Lehren?

Ja und Nein; wir hatten ein Treffen der Ehemaligen, aber durch die derzeitige Corona-Situation ist das gerade sehr schwer. Außerdem habe ich noch mit Herr Selchow und Frau Barth Kontakt gehabt, da wir die Imker-AG geleitet haben – das ist wiederrum durch Corona gerade auch nicht möglich.

Ich war auch manchmal an der Schule, als Bibilotheksaufsicht. Da hat man auch immer mal wieder Lehrer und Schüler getroffen.

Auf einer Skala von 1-10, wie sehr vermissen sie die Schule?

Ich würde sagen 2. Ich vermisse die Schule wirklich nicht, also es war schön, aber das ist jetzt abgeschlossen. Mein Tag ist ausgefüllt, ich habe meine Hobbys, habe meine Enkelkinder und noch meine Eltern zu betreuen.

Wir bedanken uns für ihre Zeit und dass sie ein Interview mit uns geführt haben!

Von Chiara

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