„Ich war kein super Schüler“

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Unser Schulleiter Herr Schimmer

Vor einigen Wochen haben zwei unserer Redakteure, Tim G. und Tobias G., sich mit unserem
Schulleiter Herr Schimmer getroffen und ihm folgende Fragen gestellt:

Wo waren Sie vor Ihrer Zeit am SGH?

Mein Referendariat habe ich in Freiburg gemacht und meine erste Stelle hatte ich dann in Balingen auf der Alb, an einer Berufsschule. Diese Schule wurde dann umgezogen nach Albstadt Ebingen, da war ich bis 2014. Und dann war ich drei Jahre in Argentinien.

Wie sind Sie dazu gekommen, Schulleiter zu werden?

Es hat mich schon eine Weile interessiert und ich habe auch einige Fortbildungen dazu gemacht. Ich fand den Beruf schon immer sehr interessant und richtig bin ich dazu gekommen, da der Schulleiter in der Schule in Argentinien entlassen wurde und ich das dann kommissarisch gemacht habe.

Was ist Ihnen wichtig / was gefällt Ihnen an unserer Schule?

Mir gefällt die Atmosphäre; es ist eine sehr offene und freundliche Atmosphäre, außerdem finde ich es schön, dass das Gebäude so schön hell und so gut in Schuss ist. Auch die ganzen AGs und die engagierten Eltern und Schüler.

Was wollen Sie verändern?

Ganz alleine möchte ich gar nichts verändern. Es ist ja ein Prozess von ganz vielen Leuten. Leute kommen mit Ideen zu mir, ich gehe mit Ideen zu Menschen (Schüler, Eltern, Kolleginnen, Kollegen), wir besprechen das und dadurch verändern sich manche Dinge. Ich finde die Schule sehr gut, also meiner Meinung nach muss man hier nicht alles verändern. Aber im Kleinen verändert sich immer etwas, da sich die Menschen verändern.

Und welche Projekte haben Sie vor Augen?

Ein großes Projekt ist der Tablet-Versuch, mit dem sich einige Schüler und Lehrer beschäftigen und ich mich natürlich auch. Die allgemeine Digitalisierung der ganzen Schule ist ebenfalls ein großes Projekt für uns. Ich stehe sehr positiv zu dem Thema digitale Bildung, da es die Realität und Vorbereitung auf das spätere Berufsleben ist. Und natürlich auch SaS (Schule als Staat).

Welchen Eindruck hatten sie vor ihrem Antritt als Schulleiter von unserer Schule? Was wussten sie?

Ich wusste eigentlich nichts. Es ist so, ich kannte die Schule nicht und andere Leute kannte ich auch nicht. Als ich mich beworben habe, habe ich mich natürlich informiert und viel Gutes über die Schule gehört.

Welchen Eindruck haben sie nun nach einem bzw. anderthalb Jahren?

Es hat sich eigentlich bestätigt, dass die Schule sehr gut ist und hier eine gute Atmosphäre herrscht.

Warum sind sie ausgerechnet an unsere Schule gekommen?

Es war einfach Zufall. Ich war in Argentinien. In der Berufsschule hatte es keine Stelle für mich und diese Stelle hat sich dann für mich angeboten.

Jetzt wollen wir zu SaS kommen. Wie finden sie den Namen „Schimmerland“?

Es ist ein schöner Name und mir gefällt das mit dem „Land“, da es ja viele Namen und Slogans mit „Land“ gibt. Also dieses träumerische finde ich super.

War es für sie schwer, so ein Großprojekt wie SaS zu organisieren auch weil sie jetzt relativ neu sind?

Ich organisiere das ja gar nicht selber, sondern ich habe ein Organisationsteam, das ich unterstütze. Ich kümmere mich eher um die Schule. Sowas wie SaS machen die anderen.

Und jetzt haben wir noch ein paar Fragen zu ihrem Privatleben. Wo sind sie geboren?

Geboren bin ich in Mannheim.

Wo wohnen sie gerade?

Ich wohne gerade in Tübingen.

Sind sie verheiratet? Haben sie Kinder?

Ja, ich bin verheiratet und habe zwei Töchter, aber die sind schon älter. Die eine studiert und die andere arbeitet schon.

Waren sie ein guter Schüler?

Eher nicht so. Ich bin nicht sitzen geblieben, aber ich war kein super Schüler.

Was waren ihre Lieblingsfächer?

Tatsächlich die, die ich auch unterrichte. Also Biologie und Geschichte. Ich war mit 16 in den USA und danach fand ich Englisch auch toll.

Was fanden sie nicht so gut?

Latein und Französisch fand ich nicht so gut, aber das ist, glaube ich, auch vom Lehrer abhängig.

Haben sie Hobbies? Wenn ja welche?

Ich spiele Fußball und Tennis oder laufe ein bisschen. In Argentinien habe ich angefangen Bass zu spielen, das mache ich jetzt auch.

Welche ist Ihre Lieblingsband?

Ich höre ganz gerne Blues, aber ich habe eigentlich keine Lieblingsband.

Welcher ist ihr Lieblingsfilm?

Ich habe eigentlich keinen Lieblingsfilm. Ein Film, den ich oft gesehen habe, ist „Blues Brothers”. Die Serie „Americans” finde ich gut. Zurzeit schaue ich „Casa de Papel” (auf Deutsch „Haus des Geldes“).

Was ist ihr Lieblingsessen?

Ich esse vieles gerne. In Argentinien habe ich gerne Fleisch gegessen und hier esse ich auch noch gerne Fleisch. Ich esse wirklich fast alles, wenn es nicht zu scharf ist.

Und jetzt wollen wir noch kurz über die Zeit in Argentinien reden. Was hat Ihnen dort am meisten aus ihrer Heimat gefehlt?

Ich war alleine in Argentinien, deshalb habe ich meine Familie und Freunde vermisst. Ein Problem war noch die Sprache; ich konnte fast kein Spanisch. Es war dadurch sehr schwer mit Menschen in Kontakt zu kommen. Das war echt anstrengend.

Was vermissen sie aus ihrer Zeit in Argentinien?

Buenos Aires ist eine echt tolle Stadt. Da kann Tübingen nicht mithalten. Dort ist es ruhiger. Aber auf Dauer möchte ich nicht in Buenos Aires leben.

Auf einer Skala von 1 – 10, wie sehr hat ihnen Argentinien gefallen?

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Herr Schimmer, vielen Dank für das Interview.

Von Tim & Tobias

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