Black Lives Matter! – Die Welt reagiert auf Rassismus

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#blacklivesmatter – Dieser Hashtag stellt im Moment unsere Welt auf den Kopf und löst besonders bei jungen Menschen Handlungswillen aus. In den sozialen Netzwerken werden schwarze Bilder gepostet und der Hashtag wird Millionen mal verwendet. Es gehen schreckliche Videos von Polizeigewalt herum, es werden Produkte wie T-Shirts zu dem Hashtag verkauft und Menschen treffen sich zu Demos in Städten wie Berlin, Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen. Aber das sind nur die kleinsten Punkte. In Amerika werden im Moment nicht nur die Menschen von dem Thema erfasst, sondern auch Wirtschaft und Politik verändern sich durch die große Aufmerksamkeit, die durch die Festnahme und den unberechtigten Tod von George Floyd, einem schwarzen Amerikaner, durch weiße Polizisten entstand.

Eigentlich gründete sich die Bewegung schon 2013 und protestierte seitdem regelmäßig gegen Rassismus und die Gewalt gegen Schwarze bzw. People of Color. Aber erst durch die letzten Geschehnisse stieg ihr Bekanntheitsgrad.

Denn George Floyds Geschichte verteilte sich durch die sozialen Netzwerke auf der ganzen Welt und hinterließ auch hier in Deutschland Spuren. Viele Jugendliche wurden wachgerüttelt und es trafen sich immer wieder Gruppen von bis zu 10.000 Menschen in Berlin, um sich gegen den Rassismus, den es überall auf der Welt gibt, zu äußern und ein Zeichen der Gemeinschaft zu setzen. Diese Demonstrationen sind größtenteils friedlich verlaufen, was auch Wille und Wunsch der damals gegründeten Bewegung ist. Es kam aber auch zu Angriffen auf Polizisten, besonders in Amerika bildeten sich schnell sehr aggressive Gruppen. Das bringt natürlich Verunsicherung, denn sollten Polizisten und Bürger nicht zusammenarbeiten, sich gegenseitig vertrauen und sich nicht bekämpfen? Aber nicht nur die Gewalt und Aggression gegen Polizisten hat sich in Amerika verändert.

Auch viele Firmen versuchen, auf das wichtige Thema einzugehen. Die amerikanische Pflastermarke „Band-Aid“ verspricht zum Beispiel, neue Pflasterfarben in ihr Sortiment aufzunehmen. So soll es neben den typischen hellrosafarbenen Pflastern nun auch verschiedene dunklere Farbtöne geben und der große Konzern Mars, zu dem auch die bekannte Marke „Uncle Ben’s“ gehört, möchte jetzt das Bild ändern, da es einen rassistischen Unterton haben könnte. Zudem haben die „Fortune-100“-Unternehmen 1,6 Milliarden Dollar zur Bekämpfung von Diskriminierung zugesagt. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Zudem hat sich auch einiges politisch verändert, wie man an dem Beispiel von Jamaal Bowman sieht. Vor ein paar Wochen kannte den amerikanischen Schulleiter, der sich im Wahlbezirk in New York aufstellen ließ, noch fast niemand und Eliot Engel galt als klarer Favorit bei den anstehenden Wahlen. Nach dem Tod und den ersten Protesten änderte sich das schnell. Die Amerikaner reagieren auf die Tat und schenken dem Thema ihre volle Aufmerksamkeit. Dadurch rückte Bowman in den Mittelpunkt. Schon vor dem tragischen Tod war der Stopp von Rassismus eines seiner wichtigsten Ziele in der Wahlkampagne. Und vielen Amerikanern wird klar, wie ernst das Thema ist. So hat Jamaal Bowman die Vorwahlen klar mit 61 Prozent gegen Engel gewonnen. Wenn das überall in Amerika so weiter geht, könnte das eine große, politische Veränderung bedeuten.

Wichtig ist das, dass Thema nicht an Bedeutung verliert und dass uns das alles im Bewusstsein bleibt, denn Rassismus begegnet uns immer wieder und jeder von uns kann etwas verändern, indem ihr nicht wegschaut!

Von Lina

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